In 30 Sekunden erledigt: Nutzt ihr den richtigen HDMI-Slot an eurem TV oder fahrt ihr mit angezogener Handbremse?

HDMI ist nicht gleich HDMI: Egal, wie viele Eingänge eurer Fernseher hat, wenn ihr den falschen nutzt, hat das große Nachteile.

Die HDMI-Eingänge sitzen hinten am Fernseher und sie zu checken, kann sich lohnen. (Bildquelle: LG) Die HDMI-Eingänge sitzen hinten am Fernseher und sie zu checken, kann sich lohnen. (Bildquelle: LG)

HDMI ist der Standard schlechthin am Fernseher. Über diesen Anschluss läuft so gut wie alles:

  • Konsolen
  • Blu-ray-Player
  • Soundbars
  • Streaming-Sticks und -Boxen

Deshalb hat euer TV auch mehrere davon.

Wusstet ihr aber, dass nicht jeder Anschluss dieselben Funktionen besitzt? HDMI 1 und 2 können nämlich potenter sein als 3 und 4. Manchmal ist es sogar so, dass nur HDMI 1 voll ausgestattet ist.

Wir erklären euch, worauf ihr achten müsst.

HDMI-Slots mit Zusatzfunktionen

Bei vielen Geräten steht am Slot geschrieben, wenn er zusätzliche Features beinhaltet. 

An diesem Gerät sitzen die zwei HDMI-Eingänge an der Seite. Beide verfügen über die ARC-Funktion. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) An diesem Gerät sitzen die zwei HDMI-Eingänge an der Seite. Beide verfügen über die ARC-Funktion. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

In der Regel findet ihr zwei Beschriftungen an den Ports, die wir euch jetzt erklären.

1. ARC/eARC

Die Abkürzung steht für »Enhanced Audio Return Channel«. So gut wie jeder moderne TV hat mindestens einen eARC-fähigen HDMI-Anschluss. Er ermöglicht es, den Ton über ein einziges HDMI-Kabel vom TV an eine Soundbar oder einen AV-Receiver zurückzuleiten. Ihr braucht also kein zusätzliches Audiokabel.

Die Vorteile von eARC:

  • Weniger Kabelsalat
  • Unterstützung für unkomprimierte Audiosignale wie DTS-HD
  • Unterstützung für objektbasierte Audioformate wie Dolby Atmos
  • Bessere Synchronisation von Ton und Bild
  • Unterstützung für hohe Sampling-Raten und Bittiefen

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Der Unterschied zwischen ARC und eARC liegt darin, dass ARC nur komprimierte Tonformate durchschleift. Außerdem ist eARC technisch stabiler und zuverlässiger.

Wenn ihr ein externes Audiogerät an euren Fernseher anschließt, macht das am besten über den eARC-fähigen Eingang.

2. 4K@120 Hz

Nicht alle HDMI-Eingänge am Fernseher leiten Signale in der gleichen Qualität weiter. Daher findet ihr oft Slots, die mit dem Schriftzug 4K@120 Hz versehen sind. Wie der Name schon sagt, spuckt der Port 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) bei 120 Bildern pro Sekunde aus.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die anderen HDMI-Eingänge nur 4K-Auflösung bei 60 Hz durchschleifen. Stellt also sicher, dass eure PS5 oder Xbox am richtigen Slot stecken, um die volle Bildqualität zu genießen.

Häufig ist der eARC-Port gleichzeitig ein HDMI-2.1-Port. Das bedeutet, dass ihr entscheiden müsst, ob ihr eine Konsole oder eine Soundbar dort anschließt.

Übrigens, fast alle HDMI-Slots sind mittlerweile mit CEC ausgestattet. Die Abkürzung steht für »Consumer Electronics Control«. Das ermöglicht es, mehrere HDMI-Geräte mit einer einzigen Fernbedienung zu steuern.

Alles Wichtige zu HDMI erklären wir euch in unserem Guide. Wenn ihr euch fragt, wie viele HDMI-Eingänge ihr am besten braucht, findet ihr die Antwort dazu in einem Artikel.

Bei HDMI-Kabeln müsst ihr übrigens nicht das teuerste kaufen. Solange es die richtige Zertifizierung hat (beispielsweise Ultra High Speed bei HDMI 2.1), funktionieren alle Kabel gleich. Wichtig ist neben dem Standard (bestenfalls 2.1) vor allem die Länge.

Je länger ein HDMI-Kabel ist, desto mehr Daten gehen bei der Übertragung verloren. Für verlustfreie Signale empfehlen wir eine Länge von maximal zehn Metern.

Ein kurzer Blick auf die Rückseite eures TVs kostet euch nicht viel Zeit und kann sich lohnen.

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